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Grüne Energie, starke Prozesse: Mission to Zero macht Sasbach zukunftssicher

Mit nachhaltigen Investitionen und einer stabilen Energieversorgung stärkt ABB Striebel & John den Standort Sasbach. Jährlich werden dort rund 3.800 Tonnen CO2 eingespart, davon 550 Tonnen durch die PV-Anlage. Digitales Energiemanagement macht die Dekarbonisierung messbar und erhöht die Produktionsstabilität.

Luftaufnahme des ABB Striebel & John Werks in Sasbach mit großen Photovoltaikanlagen auf den Dächern und vielen geparkten Autos.
Die rund 3.410 PV-Module auf dem Bürogebäude (im Vordergrund) und den Werkhallen erzeugen jährlich etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden grünen Strom. Davon profitiert auch der Einsatz des E-Trucks in Kooperation mit dem Dachser Logistikzentrum Karlsruhe. Fotos: ABB AG

Unsere Maßnahmen für den Klimaschutz

In Sasbach beginnt gerade eine neue Ära. Dort, wo täglich Schaltschränke und Komponenten für die Energieverteilung entstehen, wächst Schritt für Schritt ein Produktionsstandort, der sich selbst mit sauberem Strom versorgt und künftig nahezu ohne fossile Energien auskommen soll.

Was vor wenigen Jahren noch Zukunftsmusik war, wird hier zur Realität und macht Sasbach zum jüngsten Motor der globalen „Mission to Zero“ von ABB. Sasbach ist der Standort von ABB Striebel & John. Hier werden Gehäuse und Energieverteilungssysteme für regionale Märkte gefertigt. Weltweit gibt es damit inzwischen 34 Standorte, die Teil dieses Programms sind und gemeinsam daran arbeiten, die Vision einer klimaneutralen Produktion Wirklichkeit werden zu lassen.

Da die Fertigung und die Produktion etwa ein Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen ausmachen, sind die Verbesserung der Energieeffizienz und die Beschleunigung der Elektrifizierung entscheidend für die Erreichung nationaler und europäischer Klimaziele. Der Standort Sasbach zeigt, wie Hersteller Emissionen reduzieren und gleichzeitig einen zuverlässigen, wettbewerbsfähigen Betrieb aufrechterhalten können. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Initiative „be efficient“, mit der ABB gezielt Lösungen aufzeigt, um Effizienzpotenziale zu identifizieren, Energieverbräuche transparent zu machen und Verbesserungen systematisch in den Betrieb zu bringt.

In Sasbach spielt Solarenergie eine zentrale Rolle für diesen Wandel. Bereits seit 2020 betreibt der Standort eine Photovoltaikanlage auf dem Bürogebäude. Mit der Installation der großflächigen Solarmodule auf den Werkhallen erreicht die Energieproduktion nun eine neue Dimension. Die rund 3.410 Module erzeugen jährlich etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden grünen Strom. Das reicht aus, um rund 400 Einfamilienhäuser ein Jahr lang zu versorgen. Gleichzeitig vermeidet der Standort damit etwa 550 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr, was in etwa den Emissionen eines Flugzeugs entspricht, das 36 Mal um die Erde fliegt. Diese Eigenproduktion deckt künftig fast ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs am Standort und macht den Standort unabhängiger von schwankenden Energiepreisen. Zwei neu errichtete Trafostationen sorgen dafür, dass die erzeugte Energie effizient in die Infrastruktur des Werks integriert wird und eine stabile Versorgung sichergestellt ist.

„Für uns in Sasbach zählt, was im Alltag funktioniert“, sagt Sebastian Smolka, Geschäftsleiter des ABB-Standortes Striebel & John in Sasbach. „Mit eigener Solarenergie, neuen Technologien und einem klaren Fahrplan Richtung Elektrifizierung senken wir Emissionen und machen unsere Produktion gleichzeitig robuster. Mission to Zero heißt für uns, Schritt für Schritt besser zu werden – messbar und dauerhaft.“

Luftaufnahme des ABB Striebel & John Werks in Sasbach mit großen Photovoltaikanlagen auf den Dächern und vielen geparkten Autos.
Schon seit über 65 Jahren gibt es den Standort Sasbach von Striebel & John, der seit 1993 zu ABB gehört.
Luftaufnahme des ABB Striebel & John Werks in Sasbach mit großen Photovoltaikanlagen auf den Dächern und vielen geparkten Autos.
Der Verpackungsvorgang der ComfortLine Serie wurde von manuell auf vollautomatisiert umgestellt.
Luftaufnahme des ABB Striebel & John Werks in Sasbach mit großen Photovoltaikanlagen auf den Dächern und vielen geparkten Autos.
In Sas­bach er­wei­tert ei­ne neue, hoch­mo­der­ne Pul­ver­be­schich­tungs-Hal­le die Pro­duk­ti­ons­flä­che und er­mög­licht ein res­sour­cen­scho­nen­des, en­er­gie­ef­fi­zi­en­tes Be­schich­tungs­ver­fah­ren.

Modernisierung, die Energie spart – heute und morgen

Parallel zur Energiewende entstand in Sasbach zudem eine neue, hochmoderne Halle für die Pulverbeschichtung. Sie erweitert die Produktionsfläche und ermöglicht ein ressourcenschonendes, energieeffizientes Beschichtungsverfahren. Die neue Anlage arbeitet auf zwei Ebenen, nutzt Wärmerückgewinnung und kommt mit deutlich weniger installierter Wärmeleistung aus. Zusätzliche Effizienzmaßnahmen wurden am gesamten Standort umgesetzt. Darunter eine vollständige Umstellung der Produktionsbereiche auf LED-Beleuchtung, die Nutzung von Abwärme aus Druckluftsystemen, optimierte Prozesssteuerungen sowie der Ausbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. In Summe haben diese Initiativen die Energieproduktivität gegenüber 2019 deutlich verbessert, den Betrieb spürbar stabilisiert und zugleich die laufenden Kosten reduziert.

Doch Sasbach denkt weiter. Noch in diesem Jahr sollen große Batteriespeicher eingerichtet werden, die überschüssige Solarenergie puffern, Spitzenlasten kappen sowie die Versorgungssicherheit erhöhen. Parallel dazu beginnt die schrittweise Ablösung der gasbetriebenen Heizsysteme durch moderne Wärmepumpentechnologie. Dieser Prozess soll den Standort langfristig nahezu vollständig fossilfrei machen. Sogar die Errichtung einer eigenen Windkraftanlage ist bereits angedacht, um in Zukunft eine vollständige Energieautarkie zu erreichen.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Technologie. Wie alle Mission-to-Zero-Standorte integriert Sasbach digitale und elektrische Lösungen, die Energie sichtbar, steuerbar und optimierbar machen. Zum Einsatz kommen unter anderem moderne Gebäudeautomation über ABB i-bus KNX und ABB Nexus, digitale Plattformen wie der ABB Ability Energy Manager oder der Building Analyzer zur transparenten Erfassung und Analyse von Verbrauchsdaten sowie intelligente Energiemanagementlösungen wie Optimax, die erneuerbare Energien, Speicher und Lasten effizient steuern.

Energie, Engagement und globale Wirkung

Sasbach reiht sich damit in eine globale Erfolgsgeschichte ein, die ihren Ursprung am Busch-Jaeger-Standort in Lüdenscheid hat. Die Mission to Zero begann dort als Graswurzel-Initiative engagierter Mitarbeitender, die bereits 2011 mit ersten Effizienzmaßnahmen starteten. Heute zeigen Standorte auf der ganzen Welt, wie viel erreicht werden kann, wenn erneuerbare Energien, Digitalisierung und Teamarbeit zusammenkommen. Gemeinsam reduzieren die Mission-to-Zero-Standorte bereits mehr als 30.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich – ein sichtbarer Fortschritt und ein starkes Signal an Industrie, Politik und Gesellschaft.

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien, die Umstellung der Heizsysteme, die geplante Energiespeicherung und moderne Technologien entwickelt sich Sasbach zu einem Standort, der ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Vernunft und innovative Produktion miteinander verbindet. Für die Marke Striebel & John und für die Region ist dies ein wichtiger Schritt in eine Zukunft, die ressourcenschonend, effizient und klimafreundlich ist.

HINWEIS: Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die ieQ-systems Elektro GmbH & Co. KG